Newsletter Frühjahr 2026

 

Liebe Leserinnen und Leser!

A) Die VMSÖ-Jahrestagung findet heuer am Samstag, den 7. November im Rahmen des Wiener Radiologischen Symposiums (www.wienerrad.at | Wiener Börsensäle, Wipplingerstraße 34, 1010 Wien) statt.
Die erste Sitzung am Vormittag befasst sich entsprechend dem Motto des Gesamtsymposiums mit dem Strahlenschutz bei der Bildgebung von Herz und Hirn.
Die zweite Sitzung am Nachmittag wird sich mit dem Strahlenschutz in der Strahlentherapie befassen.
Weiters geplant ist die Verleihung von Wissenschaftspreisen und Ehrenmitgliedschaften. Das Programm folgt in Kürze.

B) Die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) hat einige neue, für die medizinische Praxis relevante Empfehlungen herausgegeben:

- Effekte pränataler Strahlenexposition
https://ssk.de/publikationen/2025-10-28-praenatale-exposition :

Die seit 1984 bestehenden Empfehlungen bleiben grundsätzlich unverändert, mit Organ-Äquivalentdosis für den Uterus von 2 mSv / Monat für gebärfähige Personen. Die beruflichen Strahlenexpositionen sind wie auch die maximale Uterus-Dosis, die eine beruflich exponierte schwangere Person vom Zeitpunkt der Mitteilung der Schwangerschaft bis zu deren Ende erhalten darf, 1 mSv. Betont wird, dass die Durchführung von radiodiagnostischen oder vor allem radiotherapeutischen Maßnahmen während der Schwangerschaft einer sorgfältigen Abwägung von Nutzen und Risiken unterzogen werden und, von Notfallsituationen abgesehen, eine diesbezügliche Entscheidung soll in einem Gespräch zwischen Ärztin oder Arzt und schwangerer Person getroffen werden. Dieses Gespräch sollte durch ein interdisziplinäres Konzil vorab vorbereitet werden.

- 4. Auflage der Orientierungshilfe für bildgebende Verfahren
https://ssk.de/publikationen/2025-10-28-orientierungshilfe

- Anwendung von künstlicher Intelligenz bei der Bildrekonstruktion und Bildverarbeitung in Radiologie und Nuklearmedizin
https://ssk.de/publikationen/2025-10-28-ki-in-der-medizin

Der Fokus dieser Publikation liegt bei der Bildverarbeitung bei der CT, PET und SPECT, sowie bei der Bildgebung im Rahmen einer Interventionen, sowie bei der Cone-Beam-Computertomographie und der digitalen Tomosynthese. Die Betrachtung der
automatisierten Befundung von Bilddaten ist nicht Teil des Beratungsauftrages.

C) Aus der rezenten Literatur
Dass Spezialisierung in einem radiologischen Fachbereich zu weniger Bildgebung mit ionisierender Strahlung führt, zeigt folgende vor Kurzem publizierte Studie:
Pelzl CE, et al.: Imaging Utilization Among Pediatric Beneficiaries at Children’s Hospital Versus Non–Children’s Hospital Outpatient Facilities Using Medicaid Claims, Journal of the American College of Radiology, 20.01.2026, https://doi.org/10.1016/j.jacr.2025.11.029
Wie die hier (aus einem Artikel über diese Studie auf auntminnie.com) zitierte Tabelle zeigt, wurden in den auf Kinder spezialisierten Spitälern ein relativ geringerer Anteil ambulanter Patienten (im Alter von 0-17 Jahren) Röntgen- und CT-Untersuchungen unterzogen, hingegen eine vermehrte Anzahl von Ultraschall- und MRT-Untersuchungen:

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Viel Spaß beim Nachlesen,

Herzlichst, Ihr/e
Elke Dimou, Gerald Pärtan